Mein Zugang zum Coaching

Was genau verstehen Sie unter dem Begriff „Coaching“?
Coaching ist für mich die Unterstützung des Klienten im persönlichen Wachstum. In dieser Veränderungsphase – Wachstum gibt es nur mit Veränderungen – begleitet ich als Coach den Klienten für einige Wochen,  Monate, manchmal auch länger oder nach einer Pause noch einmal.

Wie haben Sie zum Coaching gefunden?
Das ging natürlich in vielen Schritten vonstatten. Auslöser war eine persönliche Krise und das Prospekt für die erste Coaching Ausbildung vom Gundl Kutschera am Wifi Wien. Das war 1998, in meinem 43. Lebensjahr. 40 Jahre ist das Mindestalter, das sich zum Beispiel der Berufsverband der Psychologen für einen Coach wünscht.

Wie ist ihr Zugang bzw ihre Haltung im Coaching

Meine persönliche Haltung ich Coaching – und übrigens auch im Training –  ist Systemisch –Konstruktivistisch, das bedeutet vorrangig Das Verstehen von unterschiedlichen Zusammenhängen (Ziele, Personen, Organisationen, Unternehmensstrukturen und -kulturen,…) und deren gegenseitige Einflusssphären und die Erkenntnis, dass  jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit konstruiert , auf Grund von Erziehung, Erfahrung, etc  und diese Die sich daraus ergebende Vielfalt an Deutungsmöglichkeiten erweitert Sichtweisen und erleichtert die Neu-Orientierung.

Darüberhinaus ist es mir ganz wichtig, daß die Lösungsansätze für das Umfeld des Klienten ökologisch sind, Mögliche Lösungen und neue Handlungsalternativen und Strategien sind auf ihre Kompatibilität und Ökologie mit der Gesamtheit des Unternehmens, des Marktes und der Umwelt zu überprüfen, damit sie voll wirksam werden können.

Die wichtigste Voraussetzung im Umgang mit anderen Menschen ist immer

Wertschätzung,

Respekt

und Achtung der „Welt“ des/der Anderen gegenüber

Welche Zielsetzungen können mit Coaching realistischerweise abgedeckt werden?
Wenn Klienten gleich ihr ganzes Leben umkrempeln wollen, bin ich skeptisch: Was steckt dahinter? Warum alles auf einmal? Wir erarbeiten dann in der ersten Sitzungen realistische und erreichbare Ziele.

Wo liegen sinnvolle Einsatzbereiche im Coaching?
Ich beginne mal mit den klassischen Bereichen:

  • Beförderung oder Stellenwechsel,
  • Change-Management,
  • Führungsberatung,
  • Gründungsberatung,
  • Karriereberatung,
  • Konflikt- und Krisenmanagement,
  • Motivationsverbesserung,
  • Nachfolgeplanung und Unternehmensnachfolge,
  • Selbstmanagement / Zeitmanagement,
  • soziale Kompetenzverbesserung.

Hinter diesen ökonomischen Begriffen sehe ich die menschliche Seite:

  • Wie nehme ich mich selbst wahr?
  • Nehme ich mich überhaupt wahr?
  • Was sind ungeklärte Dinge in meinem Leben?
  • Was sind meine Lebensmuster?

 

Wie unterscheidet sich Coaching von anderen Formen der Beratung?
Coaching ist für mich in erster Linie prozessorientiert, d. h.

ich als Coach bin verantwortlich für die Denkanstöße im Prozess

–       für die Ergebnisse ist der Klient verantwortlich.

Das ist in der Expertenberatung anders: Hier weiß der Berater, wie es geht („know-how“) und ist somit auch mitverantwortlich oder sogar hauptverantwortlich für das Ergebnis.

 

Welche Themen können im Coaching bearbeitet werden?
Ich lasse mal meine Klienten sprechen – eine Auswahl von Themen der letzten Jahre:

  • Klarheit in meiner Rolle, Unterschied: Meine Person      – meine Profession, Hier stehe ich als Nachfolger,
  • Meine Ziele für das nächste Jahr,
  • Übung „Die Weiche umstellen“,
  • Mein Leben als Spielfilm,
  • Meine Leichen im Keller
  • Meine Berufung in Spaß und Leichtigkeit,
  • Die Dramen in meinen Leben und wie ich sie      herausnehme.

 Welche Grenzen hat das Coaching?
Spontan würde ich sagen: keine. Ich begleite meine Klienten überall dorthin hin, wo sie auch hin wollen. Wenn wir dann dort ankommen, bleibe ich auf dem Teppich und zeige die Grenzen auf: OK, hier können wir etwas sehen, mit Coaching aber nicht bearbeiten. Wenn wir zum Beispiel auf ein Kindheitstrauma stoßen, stellen wir das fest – bearbeitet werden kann es jedoch nur in einer Therapie.


Die Methoden und Wirkungszusammenhänge im Coaching-Prozess

Welche Wirkungsprozesse werden in Ihrem Coaching angestrebt?
In mehreren Sitzungen im Abstand von ein bis drei Wochen arbeiten wir gemeinsam an Zielen des Klienten und schauen aus verschiedenen Perspektiven darauf. Am Ende jeder Sitzung frage ich meinen Klienten nach dem Gewinn aus genau dieser Sitzung – wir brauchen diese gemeinsame Reflexion als Motivation für den Prozess.
Coaching wirkt vor allem zwischen den Sitzungen: Der Klient arbeitet mit einer oder mehreren Übungen, reflektiert sich in dieser Zeit und bringt Ergebnisse in die nächste Zusammenkunft mit. So reihen wir Steinchen für Steinchen der Veränderungen aneinander.

Wie unterstützen Sie Veränderungen?
Durch aktives Zuhören und vor allem: aktives Zusehen – der Körper spricht eine deutliche Sprache.

  • Dann durch      Entlasten und psychisch stabilisieren,
  • durch Feedback      geben
  • und im      begleitenden Üben des veränderten Verhaltens.

Coaching ist die Kunst des Fragens:

Nachfragen, klärende Fragen, kreative Fragen, Verlaufsfragen, empathische Fragen, paradoxes Fragen à la „Was muss passieren, damit alles noch viel schlimmer wird?“ oder „wie genau ist es ihnen gelungen, dieses Problem so lange so viele …….. zu haben?“
Ich arbeite viel mit der Eigensprache des Klienten, das bedeutet ich nehme seine eigenen sprachlichen Muster und formulierungen auf und betrete damit „seine Welt“  – die Sprache ist nach dem Körper unser wichtigster Signalgeber. Ich unterstütze meine Klienten durch Ermuntern, Bestätigen und Zustimmen. Es hilft enorm, wenn ich als Klient sehe, dass andere schon in ähnlichen Situationen waren.
Sie lernen im Coaching, ihren Selbstausdruck zu fördern, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Ich leite Sie an zur Klärung und Heilung mit Personen und Ereignissen, ich konfrontiere Sie mit Ihrem Selbstbild durch mein Fremdbild von Ihnen. Ich begleite Sie in Entscheidungssituationen und vermittele Ihnen Techniken:

  • Meditation,
  • Selbstorganisation,
  • Zeitmanagement.

 

Welche Methoden setzen Sie ein?
Mein Methodenkasten ist durch mehrere Ausbildungen vielfältig. Die Basis ist der systemisch-konstruktivistische Ansatz. Ich bediene mich aus der Toolbox der Neurolinguistischen Programmierung NLP und hier vor allem bei Reframing und der Auflösung von Glaubenssätzen. Ich bevorzuge die lösungsorientierte Kommunikation. Ich stelle systemisches Fragen – zum Beispiel zirkuläres Fragen und die Wunderfrage.
Ich beherrsche die Grundlagen von Supervision, Mediation, und Rollen-Coaching  Ich arbeite – auch im Einzelcoaching – mit  Aufstellungsarbeit mit Ziel-, Problem, Organisations- und Marketingaufstellungen etc.

Und schließlich setze ich meine Intuition als Methoden ein, um beim Klienten intuitives Verhalten zu fördern. Unter „Intuition“ verbuche ich auch all die Methoden, die ich – noch – unbewusst einsetze und später vielleicht einmal in einer Fortbildung kennen lerne oder meinen „6. Sinn“ bzw. das „Bauchgefühl“.

 

Welche Ziele und Wirkungen sind mit Ihrem methodischen Modell erreichbar?
Ganz kurz: Auflösung von Blockaden, Klärung von Mustern, Finden von Lösungen und Einübung von neuen Verhaltensweisen.

Welcher Schaden könnte durch den Einsatz von Coaching entstehen?
Der Glaube beim Klienten, dass Coaching alles lösen kann. Das ist beileibe nicht so. Coaching ist ein Mosaiksteinchen für das Erfahren und Managen der eigenen Person.


Die Rahmenbedingungen, die für ein Coaching notwendig sind

Unter welchen Bedingungen kann das Coaching fruchtbar ablaufen?
Besonders im Einzel-Coaching gibt der Klient die Themen vor, ich höre zu und stelle Fragen. Ich entwickele mit meinen Klienten relativ schnell – also nach vier bis zehn Sitzungen – Perspektiven für ihre weitere Arbeit. Im Vordergrund steht dabei die Arbeitssituation. Der Klient arbeitet aber nicht nur in den ein- bis zweistündigen Sitzungen, sondern befindet sich während der gesamten Zeit in einem Prozess. Am Ende jeder Sitzung nimmt er Übungen mit, die er bis zur nächsten Sitzung bearbeiten soll. Gerade diese Aufgaben sind Teil der Veränderungen, die im Coaching so wichtig sind. Ich bin für klare Vereinbarungen in den gemeinsamen Sitzungen: Beginn, Ende, Honorar

Was sind Ausschlusskriterien für den Einsatz von Coaching?
Akuter Burnout  und  Schwere Depressionen

hier hilft die Behandlung beim Psychotherapeuten 0der gegebenenfalls  in der Klinik.  Anschließend ist meist ein Coaching möglich.

 

 

 

Hinzu kommt aber auch die ständige Weiterbildung, so z. B. in Prozessberatung, ZEN-Meditation, systemischen Aufstellungen und Selbsterfahrung. Sehr nützlich war mir auch meine Dissertation über „Coaching und Produktentwicklung“, denn dabei hatte ich die Möglichkeit, die vielen Bücher zum Thema Coaching zu lesen.
Bitte schauen Sie für Details auch bei meiner Biografie nach.

Welche Voraussetzungen werden vom Klienten erwartet, wie muss der Beratungskontext aussehen?
Der Klient kommt freiwillig – alles andere führt spätestens in der zweiten Sitzung in die Sackgasse. Zu Beginn schreiben wir Gewinne im Coaching fest, im ersten Teil sind Klärungen und Übungen die Überschrift, im zweiten Teil die Zielarbeit. Ich visualisiere viel an der Flipchart während des Coaching-Prozesses, zwischen den Sitzungen hat der Klient E-Mail- und Telefon-Unterstützung. Etwas aufzuschreiben bedeutet oftmals auch, darüber schon nachgedacht und reflektiert zu haben. Am Coaching-Ende checken wir die Gewinne und besprechen das weitere Vorgehen, zum Beispiel die Teilnahme an einer Coaching-Jahresgruppe.
Nochmal zur Zielarbeit – hier sehe fünf verschiedene Phasen: Bewusstsein „Ich brauche Ziele!“, Visualisierung „Ich formuliere Ziele“, Wille „Ich will meine Ziele erreichen“, Durchsetzung „Ich erreiche meine Ziele“ und Kontinuität „Ich formuliere neue Ziele“.

Wie stellen Sie sicher, dass die Voraussetzungen gegeben sind?
Durch klare, gemeinsame Vereinbarungen im Beratungsgespräch

Muss ich denn für ein Coaching nach Wien kommen?
Ja. Inzwischen genießen es einige Klienten, im ICE nach Wienl zu kommen und sich auf die Sitzung während dieser Fahrt einzulassen. Und nach der Sitzung haben sie noch einmal Zeit, über unser Gespräch im Zug nachzudenken. Für viele Klienten ist es außerdem wichtig, nicht in ihrem Arbeits- oder Lebensumfeld eine Coaching-Sitzung zu machen, sondern auch räumlichen Abstand zu haben

Das konkrete Angebot des Coachs und seine Besonderheiten

Welche Coaching-Varianten bieten Sie an?
Ich arbeite sowohl im Einzel- als auch im Gruppen-Coaching, Team-Coaching. Meine Seminare und Workshops finden in Gruppen statt

Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe?
Ich spreche in der Kommunikation mit meinem Coaching Unternehmer und Freiberufler an. Es kommen aber eine Reihe von anderen Klienten, die zum Beispiel angestellt sind. Menschen in Führungspositionen haben Coaching früher mehr als andere beansprucht. Gerade durch permanente Entscheidungen im Tagesgeschäft und der andauernde Stress, erfolgreich zu sein, führt nach einigen Jahren in die Selbstzweifel „Bin ich überhaupt noch gut?“ oder „Will ich das immer so weitermachen?“.
Ich habe in den letzten Jahren mehr auf Selbstständige und Freiberufler spezialisiert. Das Arbeitsfeld ist dabei groß: Ich habe bisher zum Beispiel mit Handwerksmeistern, Immobilienmaklern, Steuerberatern, Rechtsanwälten, Architekten, Internetdesignern, Werbern, IT-Experten, Theaterregisseuren, Hoteliers, Ärzten, Einzelhändlern, Galeristen, Gesundheitsmanagern, Unternehmensberatern, Lehrern, Schriftstellern und eben Managern aus der Industrie zusammenarbeitet. Inzwischen kommen aber viele Menschen, die einfach in ihrem Leben etwas ändern wollen. Denn: Jeder kann Coaching in Anspruch nehmen                         In welchen Branchen arbeiten Sie?
In allen Branchen. Dies hat den Vorteil, über den Tellerrand sehen zu können. Ein Tierarzt und ein Event-Manager haben oftmals ähnliche Probleme, erarbeiten dennoch unterschiedliche Lösungswege und tauschen sich – nach einem durchlaufenen Einzel-Coaching – zum Beispiel in einer meiner Jahresgruppen darüber aus. Klienten profitieren von meinem Branchen übergreifenden Arbeiten durch kreative und innovative Lösungen. [Zurück zur Übersicht]

Was unterscheidet Ihr Coaching-Angebot von anderen Angeboten, wo sind Ihre spezifischen Stärken?
Meine Stärke ist die individuelle Kombination von Methoden im laufenden Coachingprozess – der kreative Umgang mit Blockaden und das geduldige Finden von Lösungen. Es gibt keinen Standardablauf im Coaching, jeder Mensch reagiert unterschiedlich, bringt unterschiedliche Erfahrungen aus seinem Leben mit. Ich kann dies schnell erkennen und fordere meine Klienten heraus, ihre Grenzen auszudehnen.
Um die Nachhaltigkeit zu stärken, biete ich in meiner Praxis die Coaching-Jahresgruppen an, die jeder Klient besuchen kann, wenn er ein Einzel-Coaching bei mir abgeschlossen hat. [Zurück zur Übersicht]

 

Die Haltung und das Menschenbild des Coachs

Wie sehen Sie die Menschen und insbesondere Ihre Klienten?
Jeder Mensch hat alle Ressourcen, die er braucht, um persönlich zu wachsen. Jeder Mensch hat an jedem Punkt seines Lebens Wahlmöglichkeiten. Jeder Mensch ist für sein Wahrnehmen, Erleben, Deuten, Werten und Einordnen der Dinge, die ihm widerfahren, absolut selbst verantwortlich. Meine Klienten sind diese Menschen! [Zurück zur Übersicht]

Wie nehmen Sie die Welt wahr?
Machen wir es kurz: Ich bin meine Realität. Ich tue die Dinge zu 100 Prozent. Alles ist Gegenwart, auch Vergangenheit und Zukunft. Ich lebe im Hier und Jetzt. Pro-bleme sind positiv. Sprache ist eines der wirksamsten Werkzeuge, um Dinge, Zustände, Verhältnisse und Zusammenhänge zu verändern. Es gibt kein richtig oder falsch. Die sprachliche Definition eines Ereignisses entscheidet über meine Wahrnehmung, Empfindung und über meine daraus folgenden Handlungen. [Zurück zur Übersicht]

Welche Veränderungen halten Sie realistischerweise für möglich?
Fangen wir klein an: Jede Verhaltensänderung, also jedes neue Verhalten in bekannten Situationen, ist ein Erfolg. [Zurück zur Übersicht]

Welche Haltung haben Sie gegenüber Ihren Klienten und warum?
Auch hier in aller Kürze – verzeihen Sie mir das Du in dieser Form, normalerweise sieze ich meine Klienten: Ich glauben immer an dich. Ich sehe dich in deiner wahren Größe. Ich anerkenne, was ist. Ich ermutige dich zum Tun. Ich begeistere dich für dich selbst. Ich bin immer auf deiner Seite. [Zurück zur Übersicht]

Welche Haltungen erwarten Sie vom Klienten?
Lassen Sie sich ein auf Neues, machen Sie eine Übung, auch wenn sich Ihnen der Sinn noch nicht ganz erschließt.[Zurück zur Übersicht]

Wie nehme ich Kontakt zu Ihnen auf?
Normalerweise per Telefon. Ein Fax, eine E-Mail und ein Brief sind natürlich auch möglich. Nach der ersten Kontaktaufnahme treffen wir uns zu einem kostenfreien Beratungsgespräch. In diesem Gespräch besprechen wir die Vorgehensweise, die Anzahl der Sitzungen und das Honorar. Und schließlich vereinbaren wir eine kurze Bedenkzeit: Der Klient entscheidet sich für oder gegen ein Coaching und gibt mir dann telefonisch über seine Entscheidung Bescheid. [Zurück zur Übersicht]

Was machen Sie denn mit all den Dingen, die ihre Klienten so berichten? Haben Sie selbst einen Coach?
Ja, ich habe einen so genannten „Head-Coach“, also einen Coach, die mich coacht. Außerdem stehe ich im ständigen Austausch mit Coaching-Kollegen und –Kolleginnen. Es ist wichtig, die Meinung eines anderen Coaches und dessen Vorstellungen

 .